Nutzungsklasse

Nutzungsklassen
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Wie stark soll dein Bodenbelag sein?

Deinen optimalen Bodenbelag suchst du dir natürlich in erster Linie nach deinem persönlichen Geschmack und dem gewünschten Raumambiente aus. Bei Letzterem kommen die Nutzungsklassen oder Beanspruchungsklassen ins Spiel, die Auskunft über die Belastung je nach Verwendungsbereich geben. Definiert wird die Nutzungsklasse (NK) durch die europäische Norm DIN en 13329. Dabei werden Faktoren wie die Robustheit des Bodenbelags, die Hitzebeständigkeit, die Stuhlrolleneignung u. v. m. berücksichtigt. Nutzungsklasse 21 eignet sich zum Beispiel ideal für Räume mit geringer Nutzung, etwa das Schlafzimmer. Der erste Teil der Zahl definiert die Gebrauchsklasse, der zweite die Intensität, in unserem Beispiel privater (2) Gebrauch mit leichter (1) Beanspruchung. Die Abriebfestigkeit wird ggf. zusätzlich durch die Abriebklassen AC 1 bis AC 5 ausgewiesen. Türenheld bietet dir eine moderne und individuelle Auswahl an Bodenbelägen und in den üblichen Nutzungsklassen – garantiert auch stark genug für dein individuelles Wohnkonzept!

Welche Nutzungsklasse für welches Zimmer?

Die Nutzungsklassen gelten generell für alle Bodenbeläge, egal ob du einen kuscheligen Teppich, robustes Laminatboden oder einen stylischen Vinyl- oder Designboden verlegen möchtest. Es gibt Nutzungsklassen für den privaten, für den gewerblichen und für den industriellen Bereich:

Private Nutzungsklassen:
  • NK 21: geringe Beanspruchung, z.B. im Schlafzimmer
  • NK 22: mittlere Beanspruchung, z.B. im Wohnzimmer
  • NK 23: starke Beanspruchung, z.B. im Flur
Gewerbliche Nutzungsklassen:
  • NK 31: geringe Beanspruchung, z.B. kleinere Büros
  • NK 32: mittlere Beanspruchung, z.B. Meeting-Räume
  • NK 33: starke Beanspruchung, z.B. Verkaufsflächen
Industrielle Nutzungsklassen:
  • NK 41: geringe Beanspruchung, z.B. Werkstätten mit Gabelstaplern
  • NK 42: mittlere Beanspruchung, z.B. Lagerräume mit regelmäßigem Verkehr
  • NK 43: starke Beanspruchung, hochfrequentierte Böden beispielsweise in Produktions- und Lagerhallen

Übrigens: Die Nutzungsklassen sind abwärtskompatibel. Ein Bodenbelag für den gewerblichen Nutzungsbereich lässt sich also problemlos auch im privaten Flur verwenden.

Welche Nutzungsklasse bei Designböden (Vinylböden)?

Designböden, auch als Vinylböden bekannt, findest du bei Türenheld in verschiedenen Nutzungsklassen. Die modernen Bodenbeläge in stylischen Farbnuancen und täuschend echter Optik von Holz bis Beton sind pflegeleicht und robust. Kein Wunder, dass es Designböden auch für den gewerblichen Bereich mit der Nutzungsklasse 31–33 gibt. Hier werden sie als Vinyl-Bodenbelag mit der Nutzungklasse NK 31 gern in Hotelzimmern verlegt. Designböden mit der Nutzungsklasse 32 finden sich hingegen häufig als Bodenbelag in Kindergärten. Im privaten Bereich empfehlen sich Design- oder Vinylböden mit der Nutzungsklasse 21 z.B. für das Schlafzimmer. Für die Küche solltest du eher zu einem Bodenbelag mit der Nutzungsklasse 23 greifen.

Welche Nutzungsklasse hat Laminatboden?

Laminatböden sind strapazierfähige Multitalente und je nach Ausführung für den privaten (Nutzungsklasse 21-23) oder den gewerblichen (Nutzungsklasse 31-33) Bereich verfügbar. Grundsätzlich kannst du auch Laminatboden mit einer gewerblichen Nutzungsklasse zu Hause verlegen. So ist ein Laminatboden mit der Nutzungsklasse 31-33 eine gute Wahl für Wohnbereiche mit intensiver Nutzung wie den Flur oder das Kinderzimmer, während sich ein Laminatboden mit der privaten Nutzungsklasse 21 ideal für das Gästezimmer eignet.

Welche Nutzungsklasse hat Parkett?

Bei Naturböden wie Kork oder Parkett wird keine Nutzungsklasse angegeben. Die Strapazierfähigkeit lässt sich bei diesen Bodenbelägen an der Nutzschicht ablesen. Die Nutzschicht ist definiert als die obere sichtbare Schicht des Bodenbelags, die die Optik prägt, bei Parkett also Holz. Grundsätzlich solltest du dich für ein Parkett mit hoher Nutzschicht entscheiden, wenn der Bodenbelag lange Zeit genutzt werden soll. Parkettböden mit einer hohen Nutzschicht können mehrfach abgeschliffen werden.

Welche Faktoren sind neben der Nutzungklasse zu berücksichtigen?

Für die bestmögliche Auswahl deines Bodenbelags solltest du immer auch individuelle Faktoren berücksichtigen. So macht es einen Unterschied, ob dein eigentlich mittelmäßig beanspruchter Bodenbelag im Wohnzimmer täglich scharfen Hundekrallen ausgesetzt ist oder die starke Beanspruchung des Flurbodens durch eine Schar von Kindern mit Straßenschuhen schon eher gewerbliche Ausmaße annimmt. Unser Tipp: Im Zweifelsfall solltest du dich immer für eine höhere Nutzungsklasse entscheiden.

Damit wird´s perfekt: Fußbodenleisten & Co.

Zum schnellen, einfachen und optimalen Verlegen deines Bodenbelags, bietet dir Türenheld natürlich auch das passende Zubehör: von der Fußleiste, über die Trittschalldämmung bis hin zum Montagewerkzeug. Tipps und Beispiele zum Verlegen findest du zudem in unseren Montageanleitungen auf jeder Produktseite. Los geht´s, hol dir jetzt deinen Wunsch-Bodenbelag in der passenden Nutzungsklasse – die Basis für dein neues Zuhause!