Beschlagene Fenster: Das hilft wirklich!

Beschlagene Fenster

Bei beschlagenen Fenstern macht sich schnell ein mulmiges Gefühl breit. Wenn du Kondenswasser von deinen Scheiben abwischen musst, fragst du dich vielleicht: Ist es normal, wenn meine Fenster beschlagen? Oder müssen sie etwa ausgetauscht werden? In diesem Beitrag erklären wir, was die Ursache für beschlagene Fenster ist, was du dagegen tun kannst – und wann Fenster wirklich ausgetauscht werden müssen!

Warum Fenster beschlagen?

Kinder freuen sich, wenn Fenster beschlagen: Auf beschlagenen Fensterscheiben kann man mit dem Finger wunderbar Gesichter zeichnen. Wir Erwachsenen fragen uns dagegen: Warum beschlagen die Fenster? Ist ein Bauteil undicht? Nun – meist sind die Ursachen nicht dramatisch. Grundsätzlich unterscheidet man hierbei zwischen Fenstern, die von innen oder von außen beschlagen sind.

  • Von außen beschlagene Fenster: Nach kalten Nächten kann es passieren, dass du morgens aufwachst und deine Fenster auf der Außenseite beschlagen sind. Das ist nicht schlimm: Ein gut gedämmtes Fenster ist auf der Außenseite kühl. Steigt draußen Feuchtigkeit in die Luft auf und trifft auf die kalte Fensterscheibe, kondensiert die feuchte Luft am Glas – und es bildet sich der Beschlag. Wenn deine Fenster von außen beschlagen, kannst du unbesorgt sein, denn es handelt sich um ein Zeichen für eine gut funktionierende Isolierung.
  • Von innen beschlagene Fenster: Besonders häufig beschlagen Fenster von innen beim Duschen oder beim Kochen. Denn bei diesen Tätigkeiten erhöht sich die Luftfeuchtigkeit in deinen Räumen. Die Feuchtigkeit trifft auf die kältere Scheibe und kondensiert dort. Da beim Duschen und Kochen Wärme entsteht und warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, ist der Effekt stärker. Besorgt sein musst du erst, wenn deine Fenster regelmäßig von innen beschlagen, obwohl du gar nicht geduscht oder gekocht hast.

Was tun gegen von außen beschlagene Fenster?

Die gute Nachricht: Sind deine Fenster auf der Außenseite beschlagen, besteht kein Handlungsbedarf. Das Kondenswasser verschwindet im Laufe des Tages von allein, wenn sich die Außentemperatur erhöht. Wenn dich der Beschlag am Fenster stört, kannst du Rollläden von außen anbringen und abends herunterlaßen.

Was hilft gegen von innen beschlagene Fenster?

Wenn deine Fenster von innen beschlagen sind, solltest du die Scheibe trockenwischen und danach gut lüften. Bleibt das Kondenswasser zu lange stehen, kann das zur Bildung von Schimmel führen. Vor allem Dachfenster beschlagen häufig, daher solltest du sie öfter kontrollieren. Beschlagene Fenster müssen kein Zeichen für eine mangelhafte Dämmung sein. Auch bei einer guten Isolierung kann es passieren, dass sich Kondensat an den Fenstern sammelt, weil – anders als bei alten, weniger gut isolierten Gebäuden – kein Luftaustausch mehr über kleine Ritzen stattfindet und sich so schnell Feuchtigkeit in der Luft ansammelt.

Tipps & Hausmittel gegen beschlagene Fenster:

  • Konstante Temperatur: Achte beim Heizen auf eine konstante Raumtemperatur von etwa 20 Grad. Wenn du die Heizung nachts herunterdrehen möchtest, solltest du vor dem Schlafengehen gründlich durchlüften.
  • Richtig lüften: Achte darauf, mehrfach am Tag für etwa 10 Minuten zu lüften. Öffne gegenüberliegende Fenster, so dass Durchzug entsteht – man spricht hier von Stoßlüften. Hier erfährst du, wie du richtig lüften kannst.
  • Feuchtigkeit ableiten: Wenn du duschen oder kochen möchtest, solltest du die Feuchtigkeit gezielt ableiten. Dazu schließt du die Türen, damit die Feuchtigkeit nicht in die anderen Räume ziehen kann, und öffnest das Fenster.
  • Hydrometer nutzen: Verwende ein Hydrometer, um die Luftfeuchtigkeit in deiner Wohnung zu messen. Sie sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Achte darauf, Wäsche nicht in deiner Wohnung zu trocknen und feuchte Handtücher sofort aus dem Bad zu entfernen.

Was tun bei Kondenswasser in Fenstern?

Ein Alarmzeichen ist es, wenn du bei doppelt verglasten Fenstern Kondenswasser zwischen den Scheiben findest. Sind Fenster zwischen den Scheiben beschlagen, sind sie sehr wahrscheinlich undicht und isolieren nicht mehr ausreichend. Das Problem tritt vor allem bei älteren Fenstern auf. Die Feuchtigkeit zwischen den Scheiben zu entfernen ist fast unmöglich – hier solltest du einen Fachmann hinzuziehen und einen Austausch in Erwägung ziehen. Wirf hierzu auch einen Blick in unseren Ratgeber „Fenstertausch im Altbau“.

Wann sollten Fenster ausgetauscht werden?

Ständig beschlagene Fenster in der Wohnung können zum Problem werden: An Putz oder Tapeten können Stockflecken oder Schimmel entstehen, die Feuchtigkeit kann ins Mauerwerk ziehen und der Schimmel auf andere Räume übergreifen. Das sorgt nicht nur für unangenehmen Schimmelgeruch, sondern kann auch die Atemwege belasten. Wenn du also häufig mit beschlagenen Fenstern zu tun hast, solltest du die Fenster abdichten oder einen Experten hinzuziehen.

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