Schimmel am Fenster: Wenn die Schimmelpilze einziehen

Schimmel am Fenster

Schimmel am Fenster ist nicht nur optisch unschön, sondern regelrecht gesundheitsgefährdend. Die Schimmelpilzsporen aus der Raumluft setzen sich in den Atemwegen ab und können in der Lunge dauerhaften Schaden anrichten. Wenn du an deinen Fenstern sichtbaren Schimmelbefall entdeckst, ist also schnelles Handeln angesagt. Vermutlich sitzen die Schimmelsporen dann schon eine ganze Weile in deinen Fensterfugen. Grundsätzlich ist die Klärung der Ursache dringend erforderlich. Nur so kannst du Schimmelbildung nachhaltig und dauerhaft verhindern. Haben sich die Schimmelpilze hauptsächlich an deinem Fensterrahmen angesiedelt, sollten wir über die Themen Fensterart und Lüften sprechen.

Woher kommt der Schimmel am Fenster?

Mit mangelnder Sauberkeit im Haushalt hat die Schimmelbildung nichts zu tun. Vielmehr ist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Zimmer die häufigste Ursache für den Schimmelbefall. Beim Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen – immer entsteht Kondenswasser an der Fensterscheibe, das Schimmelpilzen einen idealen Nährboden bietet. In der kalten Jahreszeit entsteht Schimmelbefall besonders häufig durch eine permanente Zufuhr von Feuchtigkeit und Wärme. Hier hilft nur richtig lüften! Ob du Kunststofffenster oder Holzfenster verbaut hast, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Dicke Vorhänge vor schlecht isolierten Fenstern fördern die Bildung von Kondenswasser und damit Schimmel am Fenster. Einfach verglaste Scheiben verstärken diesen Effekt noch.

Richtiges Lüften in jedem Zimmer

Dem jeweiligen Raumklima angemessenes Lüften hilft beim Beseitigen von Schimmel. Ist dein Bad beim Duschen zum Dampfbad geworden oder sind die Küchenfenster beim Kochen beschlagen, ist intensives Stoßlüften angesagt. Das Schlafzimmer wiederum lüftest du am besten gleich morgens, direkt nach dem Aufstehen, da sich nachts die Luftfeuchtigkeit erhöht.

Grundregeln beim Lüften gegen Schimmel am Fenster

Beim Lüften solltest du folgende Grundregeln beherzigen:

Idealerweise sind alle Räume etwa 3-bis 4-mal täglich durchzulüften. Zum Stoßlüften bitte die Fenster vollständig öffnen und für Durchzug sorgen, indem du auch die gegenüberliegenden Fenster öffnest. Im Winter genügen einige Minuten, im Frühling und Herbst etwa 10 bis 20 Minuten. Im Sommer solltest du am längsten lüften, idealerweise jeweils etwa 30 Minuten. Dauerhaftes Lüften durch gekippte Fenster, ist aber nicht sinnvoll. Unbedingt die Heizung vor dem Lüften herunterdrehen!

Kampf dem Schimmel: Reinigen oder kompletter Austausch?

Je früher du dem Schimmel am Fenster den Kampf ansagst, desto besser. Je länger die Schimmelsporen Zeit haben, tiefer ins Material einzudringen, desto schwieriger lässt sich der Schimmelbefall entfernen.

Häufig bildet sich Schimmel an den Silikondichtungen der Fenster. Sind die Fensterfugen noch nicht betroffen, lässt sich der Schimmel einfach wegwischen. Weisen die Dichtungen aber einen starken Schimmelbefall auf, ist ein vollständiger Austausch der Silikondichtung notwendig.

Bei Holzfenstern sieht es ähnlich aus, denn Holzrahmen sind ein guter Nährboden für die Pilze – und müssen bei starkem Befall komplett ausgetauscht werden. Selbst bei leichtem Schimmel ist eine intensive Reinigung mit desinfizierenden Flüssigkeiten, die tief in das Material eindringen können, unbedingt erforderlich.

Vorsichtsmaßnahmen & Tipps

  • Beim Beseitigen des Schimmels am Fenster solltest du am besten Handschuhe sowie eine Schutzmaske tragen, um einen unnötigen Hautkontakt, vor allem aber das Einatmen der Schimmelsporen zu vermeiden. Diese Schutzmaßnahmen empfehlen sich insbesondere auch beim Einsatz von aggressiven Chlorreinigern.
  • Bitte geh nicht zu schwungvoll an die Sache heran, um möglichst wenig Sporen aufzuwirbeln. Intensives Reiben mit trockenen Tüchern ist beispielsweise zu vermeiden. Bei größeren Flächen solltest du gleich mehrere Tücher am Start haben, um die Pilzsporen nicht weiter zu verteilen. Die gebrauchten Utensilien bitte im Müll entsorgen – und duschen gehen, damit du nicht zum Schimmelpilz-Verteiler wirst.
  • Sanftere, aber durchaus wirksame Alternativen zu aggressiven Schimmelentfernern sind reiner Alkohol, beispielsweise 80-prozentiger Spiritus sowie Essigkonzentrat und Zitronenreiniger.
Der Türenheld-Tipp zum Schluss: Mit hochwertigen, vernünftig isolierten Kunststofffenstern ist das richtige Lüften ein Kinderspiel und der Schimmel bleibt draußen. Das ideale Produkt für deine Räume kannst du dir in unserem Fensterkonfigurator selbst zusammenstellen.