Türzarge einbauen: In 10 Schritten Zarge einbauen

Türzarge einbauen

Wenn du eine Zimmertür einbauen möchtest, beginnst du in der Regel mit der Türzarge. Erst danach wird das Türblatt eingehängt. Am einfachsten lässt sich eine Zarge einbauen, wenn dir jemand dabei zur Hand geht. Aber mit etwas Geschick und der richtigen Anleitung ist es auch ohne Hilfsperson kein Problem, eine Türzarge zu montieren. Hier findest du eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung und hilfreiche Tipps – damit kann beim Einbau deiner Zarge fast nichts mehr schiefgehen!

Zarge einbauen: Anleitung – Schritt für Schritt

Lege zunächst das zur Montage benötigte Material bereit. So kannst du dich ganz darauf konzentrieren, die Türzarge einzubauen – ohne ständig etwas suchen zu müssen. Hier eine Liste an Materialien und Werkzeuge, die du brauchst:

  • Türzarge
  • Zollstock
  • Wasserwaage
  • Cutter
  • Inbusschlüssel
  • Türkeile
  • Kreppband
  • Holzleim
  • Montageschaum
  • Kartuschenspritze
  • drei Türspreizen
  • Gummihammer

Wirf auch einen Blick in unser Montagematerial - dort findest du spezielles Zubehör, das dir den Einbau deiner Zarge erleichtert. Möchtest du deine Türen austauschen, musst du zunächst die alten Zargen ausbauen. Deine neue Zarge kannst du in den folgenden 10 Schritten einbauen:

  1. Vorbereitung: Vergewissere dich, dass dein Montagematerial und der Lieferumfang deiner Zimmertür vollständig sind. Um optimal arbeiten zu können, brauchst du eine Unterlage. Dafür verwendest du am besten einen großen Tisch oder Tapeziertisch.
  2. Zarge leimen: Eine Türzarge wird in einzelnen Teilen geliefert, die du zuhause montierst. Dazu nimmst du die Schutzkappen an den Schnittkanten der Gehrung – das sind die Eckverbindungen – ab und bestreichst sie mit dem Holzleim. Danach steckst du die Flachdübel in die dafür vorgesehenen Aussparungen.
  3. Zarge zusammenfügen: Leg die Zarge mit der Zierbekleidung nach unten auf deinen Arbeitstisch, das Futterbrett steht aufrecht nach oben. Jetzt fügst du die Seiten und den Kopfteil an der Gehrung zusammen. Überschüssigen Leim solltest du mit einem angefeuchteten Tuch entfernen, bevor er trocknen kann.
  4. Zarge verschrauben: Jetzt brauchst du die Zargenverbinder, auch Doppelexzenter genannt – das sind spezielle Montageteile aus Kunststoff und Metall. Auf der Rückseite der Zierbekleidung findest du unmittelbar hinter der Gehrung auf jeder Seite eine runde Bohrung. Hier drückst du die runden Kunststoffteile der Doppelexzenter hinein. Fixiere die Schrauben mit einem Schraubendreher.
  5. Stahlklammern einsetzen: Um die Eckverbindung des Türrahmens zu stabilisieren werden Stahlklammern verwendet. Auf der Rückseite des Futterbretts findest du an jeder Ecke eine Nut dafür. Setze die Stahlklammern an der Nut des Kopfteils ein und schlage sie vorsichtig mit dem Gummihammer in die Nut des Seitenteils.
  6. Zarge in die Wand setzen: Zunächst musst du warten, bis der Holzleim vollständig getrocknet ist. Das dauert meist etwa 20 Minuten – gönn dir also ruhig einen Kaffee! Dann stellst du die fertig montierte Zarge aufrecht in die Türöffnung der Wand. Achte bei harten Bodenbelägen wie Laminat, Parkett oder Designboden darauf, dass der Türrahmen etwa zwei bis drei Millimeter Abstand nach unten hat.
  7. Zarge ausrichten: Bevor du die Zarge fixierst, muss sie in der exakt richtigen Position sein. Dafür sind die Zargenkeile vorgesehen. Hämmere sie in regelmäßigen Abständen in die Lücke zwischen Türzarge und Mauerwerk. Überprüfe dabei immer wieder mit der Wasserwaage, ob die Zarge waagerecht und senkrecht korrekt ausgerichtet ist. Falls nicht, korrigiere die Ausrichtung entsprechend.
  8. Türspreizen fixieren: Prüfe zunächst unten, mittig und oben an deiner Zarge, ob das Falzmaß stimmt. Das ist wichtig, damit das Türblatt später perfekt schließt. Jetzt kannst du die Türspreizen einklemmen – jeweils in der Höhe der Türbänder und des Schließbleches. Damit das Futterbrett nicht beschädigt wird, schiebst du am besten ein Stück Pappe zwischen Spreizen und Rahmen.
  9. Hohlraum auffüllen: Um den Spalt zwischen der Zarge und der Maueröffnung zu füllen, verwendest du den Montageschaum. Klebe dazu die Rückseite des Rahmens mit Kreppband ab und schäume den Spalt aus. Bei Innentüren musst du nicht den gesamten Zwischenraum ausschäumen, es genügen drei Punkte an jeder Seite (mittig und je 10 Zentimeter vom oberen und unteren Ende). Nach dem Aushärten schneidest du den überschüssigen Schaum mit dem Cutter ab.
  10. Fertigstellen: Nun kannst du die Keile und Spreizen entfernen und die Zierbekleidung mit etwas Leim aufstecken und festklopfen. Die Bandteile montierst du mit dem Inbusschlüssel. Jetzt nur noch das Türblatt deiner neuen Zimmertür einhängen und richtig einstellen – geschafft!

Tipps & Tricks zum Türzargen-Einbau

  • Für einen reibungslosen Einbau solltest du darauf achten, deine Innentür richtig zu messen.
  • Bei Hartfußböden ist es sinnvoll, den Hohlraum zwischen Zarge und Wand zusätzlich mit feuchtigkeitsresistentem Sanitär-Silikon zu versiegeln.
  • Stecke beim Ausschäumen gefaltete Pappstreifen in den Zwischenraum. So verhinderst du, dass der zunächst flüssige Schaum zu weit hinunterfließt.

Kann man Türzargen selbst einbauen?

Auch als ungeübter Heimwerker kannst du eine Türzarge problemlos selbst einbauen. In Altbauten findest du oft noch Türzargen aus massivem Holz, die von einem Schreiner eingesetzt wurden. Doch moderne Zargen sind dank smarter Konstruktionen, eines geringen Gewichtes und standardisierter Maße auch ohne einen Fachmann montierbar.

Was kommt zwischen Türrahmen und Wand?

Bei der Montage füllst du Bauschaum oder speziellen Zargenschaum zwischen den Türrahmen und die Wand. Die Fuge ist für das Auge später nicht mehr sichtbar, da die Zierbekleidung der Türzarge sie verdeckt.